Die
erste bewegliche Hängebrücke der Welt am Innenhafen, in Höhe der Max-Peter
Straße, verbindet Kaßlerfeld mit dem Altstadtpark. Fußgänger und Radfahrer
können mit ihr das Hafenbecken problemlos überqueren. Ihre Maße sind
unspektakulär, doch die aufwendige Konstruktion zeugt von Ingenieursphantasie:
Die Brücke wird von zwei Stahlseilen gehalten, die an jeweils zwei Pfeilern
befestigt sind. Werden diese Pfeiler hydraulisch nach außen geklappt, spannen
sich die Seile und ziehen die Brücke von ihrer Mitte aus nach oben. Damit der
Brückenboden diesen Bogen aushält, ist er aus "Schuppen" gefertigt: quadratische
Betonplatten, die auseinandergezogen werden können. Gesteuert wird die
Konstruktion vom Brückenwärter der Schwanentorbrücke.
Auf der Kaßlerfelder Seite des Innenhafens, in unmittelbarer
Nähe zum Schwanentor,
errichtete der Unternehmer Carl Lehnkering 1889 einen sechsstöckigen Speicher
für seine Getreidevorräte. Dieser brannte jedoch 1913 nieder. Noch im gleichen
Jahr ließ Lehnkering ein größeres, elfstöckiges Gebäude errichten. Nach einem
radikalen Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes präsentiert sich an der Stelle
heute ein helles und modernes "Kontorhaus" mit rund 8000 qm Bürofläche und einer
beeindruckenden Stahl-Glas-Konstruktion an seiner Südseite.
Die
Schwanentorbrücke verbindet über den Innenhafen die
Innenstadt mit den Stadtteilen Kaßlerfeld und Ruhrort. Die Hubbrücke hat vier
ziegelverkleidete, quadratische Türme, in denen sich die Gegengewichte und Seile
befinden. Mit denen kann die Brückenplattform in der Mitte der Türme waagerecht
nach oben gezogen werden. Nur kleine Fensterschlitze sind in den Mauern, nur das
oberste Geschoss ist verglast. So können die Hafenrundfahrtschiffe in den
hinteren Teil des Innenhafens fahren. Gesteuert wird die Brücke vom
Wärterhäuschen in einem der vier Türme. Der Name der Brücke kommt vom
mittelalterliche Schwanentor in der Stadtmauer. Dieses führte direkt zum Rhein,
der in früher Zeit hier vorbeifloss. 1841 nahm hier eine erste hölzerne
Zugbrücke ihren Betrieb auf. 1904 errichte man eine elektrisch betriebene
Klappbrücke, Die 1945 bei einem Bombenangriff zerstört wurde. Die jetzige
Schwanentorbrücke ging 1950 in Betrieb

Im Jahre 1893 wurde der Außenhafen hinter der heutigen Marientor-Schleuse in Richtung Osten als Innenhafen verlängert und erweitert durch den Holzhafen. Getreidesilos, Mühlengebäude und Speditionshallen vieler Unternehmen des Holz- und Getreidehandels prägten das Bild des Hafens. Seit 1984 verwandelt sich das alte Hafengebiet, unmittelbar an der City gelegen, zu einem attraktiven Stadtviertel.